Wir suchen eine Leitung für die Treffpunkte gehörloser und hörbehinderter Senior:innen

An drei Standorten im Kanton Bern treffen sich ältere Menschen regelmässig, um gemeinsam Zeit zu verbringen, zu plaudern und Kontakte zu pflegen. Nun soll dieses Angebot eine neue, engagierte Leitung erhalten.

Die Treffpunkte der IGGH werden gemeinsam mit dem Gehörlosenverein Alpina Thun und dem Gehörlosenverein Bern organisiert. Einmal im Monat kommen Seniorinnen und Senioren zusammen – in Bern, Seftigen und Uetendorf. Die Treffen bieten Raum für Gespräche, Begegnungen und ein wohltuend unkompliziertes Zusammensein.

Damit diese Anlässe weiterhin reibungslos stattfinden, sucht die IGGH per 1. Mai 2026 oder nach Vereinbarung eine Leitungsperson für rund 45 Stunden jährlich.

Kenntnisse der Deutschschweizerischen Gebärdensprache sind hilfreich. Bewerbungen von Menschen mit Hörbehinderungen werden bevorzugt behandelt.

Interessiert? Brigitte Senn, Kurswesen IGGH, berät und informiert gerne: brigitte.senn@nulliggh.ch

Die Bewerbung kann bis 15. April 2025 an brigitte.senn@nulliggh.ch, gesendet werden.

PDF Inserat IGGH

Münchenbuchsee führt mit Procom Now neuen Gebärdensprach-Dienst ein

Ab sofort steht der Bevölkerung ein neuer barrierefreier Dolmetschdienst für die Schweizer Gebärdensprache zur Verfügung: Procom Now.

Die Gemeinde Münchenbuchsee setzt damit ein klares Zeichen für mehr Zugänglichkeit im Alltag. Menschen mit Hörbehinderungen können am Schalter der Gemeindeverwaltung künftig unkompliziert und in Echtzeit mit professionellen Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetschern kommunizieren. Und das ohne Installation, ohne App und ohne technisches Vorwissen.

Der Ablauf ist so elegant wie einfach:
Wer am Schalter Unterstützung benötigt, scannt den bereitgestellten QR-Code. Kurz darauf öffnet sich eine Videoverbindung zu einer Dolmetschperson, die sofort übersetzt und begleitet – diskret, datenschutzkonform und in professioneller Qualität. Wie das Ganze in der Praxis aussieht, zeigt der folgende Beitrag von SRF ‹10 vor 10›.

Procom Now steht in Münchenbuchsee auf allen Abteilungen der Gemeindeverwaltung zur Verfügung: an der Bernstrasse 8 und 12 sowie an der Fellenbergstrasse 11. Damit wird ein Ort wie der Gemeindeschalter, an dem oft wichtige Weichenstellungen passieren, erstmals für alle gleichermassen zugänglich.

Mehr erfahren über ‹Procom Now› der Stiftung Procom

Foto: Roland Zumbuehl, ‹Gemeindeverwaltung Muenchenbuchsee 2018›. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Quelle: Wikimedia Commons. Optimiert von IGGH.

Marcel Turtschi übernimmt das Präsidium des Gehörlosenvereins Alpina Thun

Am 14. März 2026 fand die 100. Mitgliederversammlung des 1917 gegründeten Gehörlosenvereins Alpina Thun im Restaurant Rössli in Uetendorf statt.

Von links: Hansrudolf Schumacher, Beisitzer, Franziska Ledermann, Aktuarin, Brigitte Schökle, Geschäftsführerin IGGH, Theo Juker, Präsident IGGH, Cyril Haudenschild, Kandidat Präsidium IGGH.

Für einen kleinen Überraschungsmoment sorgte die abtretende Präsidentin Franziska Ledermann, als sie ihren Nachfolger präsentierte: Mit Marcel Turtschi übernimmt ein engagiertes Mitglied das Präsidium des Vereins für die Amtperiode 2026-2029.

Cyril Haudenschild, bisher Vizepräsident, trat zurück, da er für das Präsidium der Interessengemeinschaft Gehörlose und Hörbehinderte kandidiert. Im Vorstand bleiben Hansrudolf Schumacher als Beisitzer sowie Franziska Ledermann als Aktuarin.

Um die finanzielle Stabilität des Vereins sicherzustellen, haben die Mitglieder Beat Ledermann das offizielle Mandat als Kassier erneuert.

Brigitte Schökle, Geschäftsführerin der IGGH, betonte in ihrer Abschiedsrede, wie wichtig Wertschätzung und Respekt für ehrenamtliches Engagement sind, gerade in anspruchsvollen Zeiten. Umso erfreulicher sei es, dass der Verein einen neuen Präsidenten gefunden habe. Zudem überraschte sie Vorstand und Mitglieder mit der Information, dass der Gehörlosenverein Alpina Thun am 26. April 2026

Die Tambouren aus Allmendingen bei Thun brachten den Saal zum Beben.

sein 10-jähriges Jubiläum als Kollektivmitglied bei der IGGH feiert. Sie überreichte dazu Geschenke.

Auch hob sie den Marktstand in der Thuner Altstadt hervor, den der Verein regelmässig betreibt. Dieser sei ihr persönlicher Favorit und ein schönes Beispiel dafür, wie Öffentlichkeitsarbeit gelingen kann.

Theo Juker verabschiedete sich ebenfalls als Präsident der IGGH und lud die Mitglieder ein, an der Mitgliederversammlung der IGGH teilzunehmen. Er freut sich, die Delegation von Alpina Thun am 5. Mai 2026 dort begrüssen zu dürfen.

Zum Abschluss sorgten die Tambouren aus Allmendingen bei Thun für einen eindrücklichen Ausklang und liessen den Saal spürbar vibrieren.

Titelbild von links: Alt-Präsidentin Franziska Ledermann und neuer Präsident Marcel Turtschi.
Fotos: Beat Ledermann, Brigitte Schökle
Zwei Personen im Gespräch an einem Stehtisch an der Präsident*innenkonferenz von Agile. Die Szene wirkt wie ein informelles Gespräch bei einer Veranstaltung oder einem Netzwerktreffen.

Ausbildung: Werde Mentor:in für Frauen/FINTA* mit Behinderungen

Die Ausbildung wird mit Gebärdensprachdolmetschdienst durchgeführt. Als Mentor*in begleiten Sie eine Mentee während rund 1,5 Jahren (35 Stunden zwischen Mai 2026 und November 2027) und unterstützen sie dabei, ihren Platz in Politik, Gremien, Organisationen oder Medien zu finden. Ihr Engagement wird mit 100 Franken pro Stunde entschädigt (max. 28,5 Stunden bezahlt).

FINTA* mit Behinderungen sind in Politik und Öffentlichkeit noch zu wenig präsent und erleben oft Mehrfachdiskriminierung. Wir wollen ihre Stimmen stärken und neue Wege zur Partizipation eröffnen – Politik verstehen wir breit: von Parlamenten über Organisationen bis zu Plattformen.

FINTA* steht für Frauen, Inter-Personen, Nichtbinäre, Trans- und Agender-Personen. Der Stern (*) schliesst alle weiteren Geschlechtsidentitäten ein, die sich nicht in die Kategorien männlich oder weiblich einordnen.

Was bieten wir?

  • Mentoring: 1,5 Jahre Begleitung durch erfahrene FINTA*-Personen mit Behinderungen.
  • Kostenlose Workshops: Argumentieren, Netzwerken, Medien & Kommunikation – inkl. Zertifikat.
  • Für Mentor*innen: Schulungen, Austausch, Honorar.

Wer kann teilnehmen?

  • Mentees: FINTA* mit Behinderungen, die sich politisch engagieren möchten.
  • Mentor*innen: FINTA* mit Behinderungen, die Erfahrung in Politik, Verbänden oder Medien haben.

Projektzeitraum: Frühsommer 2026 bis November 2027
Gefördert durch das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB).

Weitere Informationen unter www.agile.ch

Foto: agile.ch

Neue Kurse ab Frühling 2026

Mit dem Frühling kommt frischer Schwung ins Kursprogramm. Bald starten zahlreiche neue Angebote, die Kenntnisse vertiefen, Begegnungen ermöglichen und einfach Freude machen. Ob Sie Ihre Kommunikationsfähigkeiten stärken, geistig beweglich bleiben oder etwas Neues ausprobieren möchten, es ist für viele Interessen etwas dabei.

Uns ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Kurs rundum zufrieden sind. Selbstverständlich können Sie alle Kurse mit einer kostenlosen Probelektion kennenlernen. Für Beratungen und Auskünfte stehen wir gerne zur Verfügung unter info@nulliggh.ch.

Hörtraining mit Lippenlesen

Hörtraining für CI-Tragende

Gedächtnistraining

Sprachkurse

Djembékurs

Line Dance

Seniorenturnen für Gehörlose 60 Plus

Ferienwoche 2026 in Schaffhausen

Treffpunkt für gehörlose Senior:innen

Tinnitusgruppen in Bern und Düdingen FR

Wie beeinflusst der Zugang zu Informationen meine Lebensqualität?

Wie finden Menschen mit Behinderungen die Informationen, die sie für ihren Alltag benötigen – und wie wirkt sich dies auf ihr Wohlbefinden aus? Genau das untersucht eine neue Studie des Forschungsteams «Future of Switzerland» der Universität Freiburg. Der Fragebogen richtet sich an Menschen mit Behinderungen und behandelt Themen wie Informationsbedarf, Digitalisierung, Lebensqualität, Resilienz sowie die Wahrnehmung von Zeit. Die Teilnahme dauert 25–45 Minuten und ist vollständig anonym.

Teilnahme an der Umfrage (Universität Freiburg)

Bild: Screenshot SRF Tagesschau, 20.03.2020 (Beginn Covid-19-Pandemie)

Wie mobil sind Menschen mit einer Behinderung?

Wie beeinflusst Mobilität unsere gesellschaftliche Teilhabe und Gesundheit als Mensch mit Behinderung? Genau dieser Frage geht ein internationales Forschungsprojekt der ZHAW, HES‑SO, Universität Luzern und dem Karolinska Institutet nach. Dafür läuft jetzt eine schweizweite Online‑Umfrage für Personen ab 18 Jahren – mit und ohne Behinderungen oder chronischen Erkrankungen.

Untersucht wird, wie Menschen unterwegs sind, welche Orte sie erreichen, wie zufrieden sie mit ihrer Teilhabe sind und welchen Einfluss Mobilität auf ihr Wohlbefinden hat. Die Teilnahme dauert 15–20 Minuten.

Teilnahme an der Umfrage (ZHAW)

Image by Rudy and Peter Skitterians from Pixabay

Menschen mit Behinderungen: Kandidierende für den Grossen Rat 2026

Für die Grossratswahlen 2026 stellen sich mehrere engagierte Persönlichkeiten mit Behinderungen zur Wahl. Sie alle setzen sich dafür ein, Barrieren abzubauen und den Kanton Bern inklusiver zu gestalten.

Christian Gremaud setzt sich seit Jahren für soziale Gerechtigkeit ein und bringt seine Erfahrungen aus der politischen Arbeit in der Stadt Bern ein. Mehr Informationen finden sich auf seiner Kandidatenseite:
christiangremaud.ch.

Die bisherige Grossrätin Simone Leuenberger engagiert sich mit Schwerpunkt Inklusion, soziale Teilhabe und faire Chancen für alle. Ihre Profilseite bietet einen umfassenden Einblick in ihre Schwerpunkte:
simoneleuenberger.ch.

Pesche Buri, Mitglied des Grossen Gemeinderats Ostermundigen, kandidiert ebenfalls. Sein Fokus liegt auf bezahlbarem Wohnen, starkem Service Public und echter Inklusion. Infos finden sich hier:
Pesche Buri, SP Ostermundigen.

Neu dazu kommt Marianne Pluess, seit Jahren engagiert für Barrierefreiheit und Gleichstellung. Sie ist Vorstandsmitglied der Behindertenkonferenz Kanton Bern BKKB.
Marianne Plüss, Grünliberale Partei.

 

Halbierungsinitiative reduziert Untertitelung und Übersetzung in Gebärdensprache

Die Halbierungsinitiative beschäftigt derzeit die Schweiz.

Ursus & Nadeschkin machen in ihrem neuen Kurzfilm für den Schweizerischen Gehörlosenbund SGB-FSS sichtbar, welche Folgen ein massiv geschwächtes SRG‑Budget für gehörlose und hörbehinderte Menschen hätte. Ohne Untertitel und Gebärdensprache verlieren bis zu 30’000 gehörlose sowie über eine Million hörbehinderte Menschen den Zugang zu zentralen Informationen. Barrierefreie Medien sind keine Zusatzleistung, sondern Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Die SRG‑Initiative würde genau diese Grundlagen gefährden.

Auch Pro Audito schlägt Alarm. Die Organisation sagt entschieden Nein zur Halbierungsinitiative, weil Untertitel für schwerhörige Menschen unverzichtbar sind. Die SRG hat ihre Untertitelungsquote in den vergangenen Jahren auf 84 Prozent erhöht, während viele Privatsender kaum barrierefreie Angebote bereitstellen. Wird das SRG‑Budget halbiert, geraten gerade diese Leistungen zuerst unter Druck – mit direkten Auswirkungen auf Inklusion und Medienzugang.

Beide Dachverbände machen deutlich: Die Halbierungsinitiative ist weit mehr als eine Sparübung. Sie bedroht den Zugang zu Informationen, schwächt die Vielfalt und trifft besonders jene, die auf barrierefreie Medien angewiesen sind.

Medienmitteilung Schweizerischer Gehörlosenbund SGB-FSS

Medienmitteilung Pro Audito Schweiz

Bild: Schweizerischer Gehörlosenbund SGB-FSS
Zwei Personen im Gespräch an einem Stehtisch an der Präsident*innenkonferenz von Agile. Die Szene wirkt wie ein informelles Gespräch bei einer Veranstaltung oder einem Netzwerktreffen.

Vorankündigung: Mentoring & Weiterbildung für Frauen/FINTA* mit Behinderungen

FINTA* mit Behinderungen sind in Politik und Öffentlichkeit noch zu wenig präsent und erleben oft Mehrfachdiskriminierung. Wir wollen ihre Stimmen stärken und neue Wege zur Partizipation eröffnen – Politik verstehen wir breit: von Parlamenten über Organisationen bis zu Plattformen.

FINTA* steht für Frauen, Inter-Personen, Nichtbinäre, Trans- und Agender-Personen. Der Stern (*) schliesst alle weiteren Geschlechtsidentitäten ein, die sich nicht in die Kategorien männlich oder weiblich einordnen.

Was bieten wir?

  • Mentoring: 1,5 Jahre Begleitung durch erfahrene FINTA*-Personen mit Behinderungen.
  • Kostenlose Workshops: Argumentieren, Netzwerken, Medien & Kommunikation – inkl. Zertifikat.
  • Für Mentor*innen: Schulungen, Austausch, Honorar.

Wer kann teilnehmen?

  • Mentees: FINTA* mit Behinderungen, die sich politisch engagieren möchten.
  • Mentor*innen: FINTA* mit Behinderungen, die Erfahrung in Politik, Verbänden oder Medien haben.

Projektzeitraum: Frühsommer 2026 bis November 2027
Programm und Bewerbungsformular folgen im Februar 2026.

Jetzt vormerken: nicole.odermatt@nullagile.ch | 031 390 39 35
Gefördert durch das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB).

Weitere Informationen unter www.agile.ch

Foto: agile.ch