Öffentlicher Verkehr

Bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel geraten Gehörlose und Hörbehinderte oft in Situationen, die ihre Weiterreise unverhofft erschweren. Eine Lautsprecherdurchsage, die im Lärm untergeht. Ein Gleiswechsel, der nicht visuell angezeigt wird. Und schon steht man da, während der Zug davonfährt. Dabei schreibt das Behindertengleichstellungsgesetz unmissverständlich vor, dass Verkehrsunternehmen zugängliche Informationen bereitstellen müssen. Für alle. In jedem Verkehrsmittel. Vom Intercity bis zur Bergbahn, vom Schiff bis zur Luftfahrt.

Damit diese Verpflichtungen nicht nur auf Papier bestehen, setzt sich die Interessengemeinschaft Gehörlose und Hörbehinderte IGGH unermüdlich dafür ein, dass die Benützungsprobleme gelöst werden. Sie vertritt die Anliegen von Gehörlosen und Hörbehinderten gegenüber den regionalen Transportunternehmen und im öffentlichen Verkehr des Kantons Bern. Zudem bringt sie ihre Expertise in die nationale Fachkommission Hörbehinderte im öffentlichen Verkehr HöV ein.

Die Fachkommission HöV wird von Pro Audito Schweiz, dem Schweizerischen Gehörlosenbund SGB FSS und Sonos – Schweizerischer Hörbehindertenverband getragen. Gemeinsam beraten sie Verkehrsunternehmen, wenn es um Zugänglichkeit, technische Entwicklungen oder Zukunftsprojekte geht. Und sie wirken in den drei Facharbeitsgruppen der SBB zu den Themen Kundeninteraktion, Rollmaterial und Bahnhof mit, dort wo die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Haben Sie Frust im öffentlichen Verkehr erlebt, ein Anliegen, einen Wunsch oder eine Anregung? Schreiben Sie uns an info@nulliggh.ch. Wir nehmen Ihr Anliegen ernst und leiten es gerne an die Fachkommission HöV weiter.